Compassion: Gerhardingerinnen erproben ihre Sozialkompetenz

von Gerhardinger - Redakteur

16 Mädchen der 9. Klassen freiwillig in besonderem Praktikum

Das englische Wort Compassion bedeutet Mitgefühl. Dieser Name weist schon auf den Sinn und Zweck dieses Projekts hin, das 1992 von der deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen wurde. Denn hier geht es nicht wie bei anderen Praktika in erster Linie um die Berufsfindung, sondern um das Entwickeln sozialer Fähigkeiten. Hilfsbedürftige Menschen sollen in ihrer Lebenssituation angenommen, Berührungsängste und Hemmungen abgebaut werden.

In verschieden sozialen Einrichtungen des Landkreises Cham, darunter Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen, durften Mädchen der Gerhardinger Realschule in der zweiten Osterferienwoche und der darauffolgenden Schulwoche wertvolle menschliche Erfahrungen sammeln. „Ich hätte nie gedacht, dass mir der Umgang mit älteren Menschen so viel Spaß und Freude macht.“ „Über Menschen habe ich gelernt, dass man sich auch über die kleinsten Dinge und Gesten freuen kann. Über mich habe ich gelernt, offener zu sein.“ Diese und ähnliche Aussagen der Mädchen zeigen wie Compassion, das seit über 10 Jahren an der Gerhardinger Realschule durchgeführt wird, nach wie vor seinen Sinn und Zweck erfüllt.

Bei der Reflexion über das Praktikum erhielten die Teilnehmerinnen zum Dank für ihre große Einsatz- und Hilfsbereitschaft von Veronika Werner, der Organisatorin des Projekts, eine Rose. Zudem werden sie in den kommenden Wochen von der Schulleitung für ihr außerordentliches soziales Engagement mit einem besonderen Zertifikat geehrt.