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CZ-Schulpartnerschaft

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Oktober 2018

Deutsch-tschechisches Treffen auf der Zugspitze
Mädchen aus der Chamer Gerhardinger-Realschule verbringen gemeinsam mit ihren Partnern vom Gymnasium Domažlice drei Tage in Garmisch-Partenkirchen


  
  
   
  
  
   
   

Die Fahrt nach Garmisch stellte sich an diesem Montag als nicht so einfach wie geplant dar. Schon in Cham und Umgebung war der Verkehr ziemlich heftig. Trotzdem schafften es alle Schülerinnen und auch die begleitenden Lehrkräfte, Anja Achatz und Margret Vießmann, rechtzeitig am Bahnhof zu erscheinen. Allerdings lief auch mit den Zügen einiges schief. Der Zug, mit dem die tschechischen Freunde kamen, fuhr nicht mehr weiter, der nächste nur bis nach Regensburg. Dort hatten wir dann 20 Minuten Aufenthalt, was für einen schnellen Shopping Trip in die nahegelegenen „Arkaden“ genutzt wurde. Schließlich brachte sie ein Zug dann in die bayerische Landeshauptstadt München, wo auch schon ein weiterer Zug wartete, der fahrplanmäßig nach Garmisch-Partenkirchen fuhr.

Nach dem langen Sitzen in den verschiedenen Zügen waren alle noch ziemlich fit und bereit, sich auch körperlich etwas zu betätigen. Nach dem Bezug der wunderschönen Apartments und Zimmer machten sie sich also auf in die Partnachklamm. Diese ist ca. 700 m lang und 80 m breit und wurde von dem klaren, türkisfarbenen Wasser des Wildbaches Partnach in den Felsen gefräst. Entlang der gewaltigen Felsen auf einem wunderschönen Weg konnten die Schüler und ihre Lehrkräfte das gewaltige Spektakel der gewaltigen Wassermassen bewundern.

Beeindruckt wurden sie anschließend auch noch von der olympischen Skisprungschanze, die zum ersten Mal bei den Winterspielen benutzt wurde. Etwas erschöpft von diesem Powerprogramm und vor allem ziemlich hungrig ließen sie dann den Tag in einer Pizzeria ausklingen.

Am Dienstagmorgen erwartete die Gruppe ein reiches Frühstücksbuffet in ihrer Unterkunft, das genügend Kraft für die Herausforderungen des Tages spenden sollte. Die Schüler erklommen den höchsten Berg Bayerns und auch Deutschlands, die 1 962 m hohe Zugspitze – mit der Zugspitzbahn. Anfangs hatten sie alle Angst, dort Eiseskälte vorzufinden, aber beim Ausstieg erwartete sie klarer blauer Himmel und Sonnenschein. Ein Führer erklärte einige Details über den höchsten Berg unseres Landes, z. B. dass der Gletscher einst bis an den Starnberger See gereicht hätte und heute praktisch nur noch ein kleines Überbleibsel vorhanden sei. Schließlich nahmen sie noch die Gondel zum Gipfel der Zugspitze, den steilen Aufstieg trauten sich die Jugendlichen dann doch nicht zu. Oben angekommen gab es hervorragendes Essen, man konnte immer wieder die Grenze von Bayern nach Tirol überschreiten, hatte Ausblick bis nach Italien und man konnte vor dieser Kulisse natürlich hervorragende Gruppenfotos machen. Sie besuchten auch noch das kleine aber feine Zugspitz-Gipfel-Museum, wo Einblicke in die Tagebücher und Briefe der damaligen Arbeiter, die die erste Seilbahn auf die Zugspitze bauten, möglich waren. Eine Gondel dieser ersten Bahn war hier auch ausgestellt und konnte sogar betreten werden. Im museumseigenen Kino informierte man sich dann noch durch einen 3D-Film über die Natur des Berges und die Erstbesteigung, sowie den Brand auf der Zugspitze in den 90er Jahren.

Schließlich begann der Abstieg bzw. die Abfahrt mit der Zahnradbahn nach unten. Auf halber Strecke, am Eibsee, wurde die Bahn verlassen. Die Fläche des Sees beträgt 1,77 Quadratkilometer. Für die geplante Umrundung des Eibsees waren die meisten zu platt von der Höhenluft bzw. vom Tag auf dem höchsten Gipfel Deutschlands. Ein kleiner Spaziergang bis zur Hälfte des Sees bot jedoch einen atemberaubenden Blick auf die Zugspitze. In der Sonne war es recht warm am Ufer des türkisfarbenen Sees.

Schließlich mussten sie nach ca. 1 ½  Stunden wieder Abschied nehmen von diesem wunderschönen Ort. Mit der Bahn gelangten sie wieder hinunter in den Ort Garmisch. Der Tag wurde dann mit einem gemeinsamen deutsch-tschechischen Kochen abgerundet. Es gab viel zu erzählen und die Zeit verging viel zu rasch.

Nach dem Packen der Koffer und Rucksäcke am Mittwochmorgen machten sich Gerhardinger-Mädchen gemeinsam mit ihren tschechischen Partnern in gemischten Gruppen auf zur Stadtrallye. So lernten sie sich noch besser kennen. Manche der Fragen konnten gleich beantwortet werden, manche musste man vor Ort beantworten – und wenn gar nichts mehr half, war die Tourist-Info behilflich. Es blieb auch noch etwas Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, was leidlich ausgenutzt wurde.

Schließlich war es Zeit für die Rückfahrt. So problematisch die Hinfahrt war, so organisiert war die Rückfahrt. Alle Züge fuhren planmäßig, sodass die Gruppe schließlich am Mittwoch um 17:24 Uhr am Chamer Bahnhof ankam. Die Freunde aus Domažlice mussten noch 40 Minuten weiter fahren, bevor sie ihre Heimatstadt wieder errichten. Vorher wurden noch kräftig Handynummern ausgetauscht und es sind bestimmt auch einige Freundschaften entstanden.

Die ereignisreiche Fahrt wird bestimmt bei allen Teilnehmern viele positive Eindrücke hinterlassen – und vielleicht auch ein paar grenzüberschreitende Kontakte ermöglicht haben.

Diese Fahrt wurde finanziell unterstützt vom Förderverein der Gerhardinger-Realschule und von der Euregio.

Anja Achatz

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Grenzüberschreitende Schulpartnerschaft
GRS-Cham und J.-Š.-Baar-Gymnasium Domažlice
Besuch der Gerhardinger Schülerinnen in Domažlice

    

Eine Woche nach dem Treffen in Cham kam es dann am 6. Oktober 2016 zum Gegenbesuch. Die 15 Gerhardingerinnen machten sich mit ihren betreuenden Lehrkräften, Anja Achatz und Sven Plötz, morgens mit dem Zug auf in die Chodenstadt Domažlice.

Dort angekommen wurden sie von den Tauser Kollegen im Musiksaal des Gymnasiums in chodischer Tracht und mit chodischen Liedern begrüßt. Auch die Tauser Hymne „Žádný neví co jsou Domažlice“ – „Keiner weiß, was Taus ist“ wurde gesungen und alle tanzten gemeinsam einen chodischen Reigen. Die Schulleiterin des Gymnasiums Jana Štenglová begrüßte die Chamer Schülerinnen anschließend persönlich, ehe den Mädchen aus Bayern dann ein kurzweiliges Programm geboten wurde: 

  

Bei einer Schulhausführung konnten sie eine Art schuleigenen Zoo besuchen, in dem es neben Meerschweinchen, Eidechsen, Schnecken und Mäusen auch so gefährliche Tiere, wie Würgeschlangen und Vogelspinnen gab. Im Chemiesaal wurden einige beeindruckende Experimente vorgeführt und viele Exponate konnten in den unterschiedlichen Fachräumen betrachtet werden. In der Schulkantine hatten dann die Chamer Schülerinnen die Möglichkeit, ein Mittagessen aus drei verschiedenen Gerichten auszuwählen. 

Gestärkt traf sich die Gruppe dann wieder im Musiksaal, wo sich je ein Paar aus beiden Schulen fand, sich intensiv unterhielt und anschließend im Plenum gegenseitig vorstellte. Eine Zusatzaufgabe mussten unsere Mädchen dann noch erledigen: Sie mussten einen Satz auf Tschechisch sagen, den ihnen ihr Partner vorher gelernt hatte. 

Bei einem kurzen Spaziergang durch die Stadt wurden im Anschluss die Sehenswürdigkeiten von Domažlice besucht und den Gästen aus Cham von den tschechischen Schülern kurz vorgestellt. Im Museum der Stadt konnte noch ein Einblick in die Geschichte und die Kultur der Stadt gewonnen werden. Zu guter Letzt bestand dann noch die Möglichkeit, die Hauptstadt des Chodenlandes von oben zu betrachten, die ganze Gruppe bestieg den Kirchturm der Pfarrkirche.

  

Nach der Verabschiedung erkundeten die Gerhardinger-Girls noch kurz die Geschäfte unter den Arkaden des Marktplatzes bei einem „Blitz–Shopping“, um dann bereits schon wieder zum Bahnhof aufzubrechen, wo recht pünktlich der Zug aus Prag ankam, der alle wieder wohlbehalten zurück nach Cham brachte.

Bereits in der kommenden Woche wird über den Tellerrand Chams hinaus eine Reise durch Bayern mit allen Schülern der Austauschgruppe geplant.

Die Kosten für diese Reise werden nicht zuletzt durch die Eltern der Teilnehmer und Teilnehmerinnen getragen, allerdings sponsert die Sparkasse im Landkreis Cham und unterstützt dieses grenzüberschreitende Projekt großzügig. Vergangene Woche kam der stellvertretende Marktbereichsdirektor der Sparkasse Xaver Meierhofer in der Gerhardinger-Realschule vorbei und überreichte der betreuenden Lehrkraft Anja Achatz einen Scheck (s. Foto). Auch das Landratsamt Cham und der Elternbeirat der Gerhardinger-Realschule Cham helfen finanziell - weitere Sponsoren werden noch gesucht.

Sven Plötz

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Grenzüberschreitende Schulpartnerschaft
GRS-Cham und J.-Š.-Baar-Gymnasium Domažlice
Besuch der Schülergruppe aus Domažlice

Bereits im vergangenen Schuljahr trafen sich Schülerinnen und Schüler aus den beiden Schulen mehrmals, um die grenzüberschreitende Partnerschaft mit zwischen Bayern und Tschechien zu vertiefen. Das Projekt verlief sehr erfolgreich und es entstanden dabei auch einige Freundschaften.

Im neuen Schuljahr wird diese Tradition weitergeführt: Eine neue Gruppe von 13- bis 16-Jährigen werden mehrmals zusammenkommen und in verschiedenen Aktionen die Unterschiede, aber die viel häufigeren Gemeinsamkeiten ihres täglichen Lebens kennenlernen und somit Vorurteile abbauen.

  

Das erste Treffen in diesem Schuljahr fand am 27. September 2016 mit einem Besuch der Tauser Schülerinnen und Schüler in unserer Schule in Cham statt. Nach ihrer Ankunft in Cham wurden die Gäste zu einem ausgiebigen Frühstück gebeten. Dieses wurde von Schülerinnen der Hauswirtschaftsklasse 9 d unter der Leitung von Frau Oswald vorbereitet.

Der erste Höhepunkt waren danach gruppendynamische Aktivitäten, die in der Turnhalle mit einer Vertreterin der Organisation TANDEM, Frau Kathrin Martin, stattfanden und das erste Eis brachen. Schülerinnen der Klasse 9 c führten anschließend die Gäste durch unsere Schulgebäude, in das Zentrum der Stadt Cham und in ihre Geschichte wurde sie dann in mehreren Stationen von Schülerinnen der Klasse 9 b eingeweiht.

  

Den Rest ihres Aufenthalts verbrachten die 30 Schüler dann wieder in der Turnhalle mit kooperativen Teamspielen und weiteren kurzweiligen Aktivitäten mit Frau Achatz, sprachlich unterstützt durch Frau Martin. Die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges (15:30 Uhr) verging so viel zu schnell. 

Am Chamer Bahnhof verabschiedeten sich die tschechischen Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen, Frau Beberová und Frau Váchalová, von den Chamer Partnerinnen.

Sven Plötz

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