Gerhardinger-Stiftung


Chamer Gerhardinger-Schülerinnen rannten, um jungen Menschen Zukunft zu geben
500-Euro-Spende aus Benefizlauf zu Gunsten der Theresia-Gerhardinger-Stiftung

Zu einem ganz besonderen Termin trafen sich die Mädchen der Schülermitverantwortung der Gerhardinger-Realschule Cham im Zimmer des „Chefs“: Tina Kagermeier (10 c), Sabrina Maier (9 b) und Katja Wigger (8 b) übergaben Schulleiter Josef Krauß im Direktorat eine Spende von 500 Euro für die Theresia–Gerhardinger–Stiftung der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, die unter dem Motto „Jungen Menschen Zukunft geben“ steht.

Das Geld stammt aus einem Benefizlauf im vergangenen Sommer, als die Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 im ASV–Stadion unter der Regie von Sportlehrerin Margret Vießmann für einen guten Zweck ihre Runden drehten und dabei kräftig schwitzten.

Nun wurde ein weiterer Teil des Reinerlöses für einen sozial–caritativen Zweck verwendet und der Schulleitung zur Weitergabe an die Provinzoberin Schwester Maria Charlotte Oerthel übergeben, Vorstandsvorsitzende bei der Theresia–Gerhardinger–Stiftung. Diese agiert weltweit und unterstützt Projekte in Bayern und Deutschland, aber auch in Rumänien und Brasilien.

So wurde im Familienzentrum Brede/Brakel eine Wasserspielanlage gefördert und im Kindergarten Sankt Theresia in Geisenfeld die pädagogische Arbeit durch die Anschaffung einer neuen Lernwerkstatt bereichert. Aber auch die Beschaffung einer Mini-Box „Magnetismus/Elektrostatik“ bzw. einer Messbox „Klima-Umwelt“ mit einem Gerätesatz „Fühlen, Sehen, Hören“ für die Neugestaltung der naturwissenschaftlichen Abteilung der Mädchenrealschule Regensburg–Niedermünster wurde bezuschusst.

Vor 10 Jahren wurde der Notre–Dame–Kindergarten in Timisoara in Rumänien von den Schulschwestern für arme Kinder mit Hilfe von Spenden aus Deutschland und Renovabis errichtet, der inzwischen von 90 Kindern in 3 Gruppen besucht wird und von der Stiftung auch 2012 mit einer Spende unterstützt wurde. In Brasilien leitet Schwester Erika Czermak seit 2005 das Projekt Pastoral des Kindes „Auf dass alle Kinder Leben haben“ beim Indianerstamm der Xavantas in Mato Grosso. Die Ureinwohner, von Großgrundbesitzern vertrieben, verlieren den Mut nicht, auch wenn man ihren alles verweigert. Daher kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Gemäß dem Ausspruch  von M. Theresia  Gerhardinger, der Ordensgründerin der Armen Schulschwestern „Unsere Waffen sind Gebet und Liebe“ schenkt Schwester Erika ihre ganze Kraft einem Volk, das man vernichten will, das aber durch Zeiten des Hungers, des Elends und der Krankheit trotzdem nicht entmutigt wird.

Die Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule Cham sehen sich in diesem Sinn durch Aktionen wie dem  Benefizlauf im vergangenen Jahr bestätigt: „Jede Spende, und ist sie noch so gering, trägt dazu bei, jungen Menschen Hoffnung und Zukunft zu schenken und das Antlitz der Welt dauerhaft menschlicher zu machen“.

Franz Summerer