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8. Klassen:

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7./8. Kl.: Theaterfahrt

Gerhardinger begeistert von Theaterfahrt zu Mobbingopfer Lena
"Die Geschichte von Lena" im Theater am Bismarckplatz sensibilisiert

Exakt 199 Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule Cham der 7. und 8. Jahrgangsstufen begaben sich verteilt auf zwei Tage mit jeweils zwei Bussen auf Theaterfahrt nach Regensburg. Dort wurde im Theater am Bismarckplatz auf der Probebühne das Stück "Die Geschichte von Lena" explizit nur für die Chamer Besucher gespielt, wobei die Schauspieler Sina Reiß und Stefan Maschek mit ihren gezeigten Leistungen die jungen Zuschauerinnen begeisterten.

Lena schreibt ihrer besten Klassenfreundin Maria aus dem Schwedenurlaub lange Briefe und stellt beim Schulanfang entsetzt fest, dass diese unter dem Gelächter aller auf dem Pausenhof verlesen werden und ihr Stammplatz im Klassenzimmer neben Maria besetzt ist. Als dann auch noch niemand zu ihrer Geburtstagsfete kommt, hält Lena es einfach nicht mehr aus und verschwindet.

Organisiert von Inge Huber mit Unterstützung der Fachschaft Deutsch wurden die Mädchen durch die eindrucksvollen Vorstellungen sensibilisiert für Mobbing in der Schule. Die Geschichte von Lena beschreibt sehr genau, wie leicht Machtspielchen untereinander beginnen können und wie zerstörerisch sie sein können. Eine scheinbar unbedeutende Verstimmung zwischen Lena und ihrer besten Freundin bringt eine Lawine ins Rollen. Zuerst ist sie relativ harmlosen Situationen ausgesetzt. Doch nach und nach verliert Lena den Stand in der Klasse und die Schule wird für sie zum Alptraum. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Die Zuschauer aus Cham – Lehrkräfte und Schülerinnen gleichermaßen – waren von dem Stück begeistert, wobei der offene Schluss die Jugendlichen unangenehm überraschte. Die Mädchen möchten nämlich wissen, was aus der verschwundenen Lena wurde! Und genau hier bietet sich für die Lehrkräfte die Möglichkeit zur pädagogischen Nacharbeit. So bieten zusammengestellte Materialien zum Stück Übungsvorschläge sowie Hintergrundinformationen zum Thema Mobbing und den möglichen Folgen.

Franz Summerer

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Tutorenausbildung

 

Gerhardinger und Maristen gemeinsam in der Tutorenausbildung

Nach dem Motto: "Die Alten kümmern sich um die Jungen bzw. die Erfahrenen sorgen sich um die Neuen" stellten sich auch heuer wieder insgesamt 22 junge Leute für die Ausbildung zum Tutor zur Verfügung.

Simon Frank vom Jugendamt des Landratsamtes Cham unterrichtete die gemischte Truppe - 16 Gerhardinger-Mädchen und sechs Schüler von der Maristen-Realschule. Diese werden den „Neuen“ der 5. Klassen im kommenden Schuljahr 2013/14 mit Rat und Tat zur Seite stehen und bereits ab dem ersten Schultag für die vielen kleinen und großen Fragen da sein.

Kreisjugendpfleger Simon Frank bereitete die jungen Damen und Herren aus den noch achten Klassen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vor und referierte über rechtliche Grundlagen des neuen Ehrenamtes, aber auch der spielerische Umgang mit und in der Gruppe wurde geübt, ebenso wie pädagogische Aspekte. Vom Üben des sicheren Schulwegs bis zu den Kennenlerntagen und der Schulhausralley warten vielfältige Aufgaben auf die neuen Tutorinnen.

Folgende Schülerinnen stehen an der Gerhardinger-Realschule im kommenden Schuljahr als Tutorinnen zur Verfügung

für die Klasse 5 a (Maria Zeitzler):
Biederer Anna-Lena, Eisenreich Meike, Kreitinger Sophie, Wölfel Miriam (alle 8 B)

für die Klasse 5 b (Sven Plötz):
Berzl Alicia, Raab Alexandra, Reutner Sophia, Tischler Celina (alle 8 A)

für die Klasse 5 c (Helga Bussas):
Alt Andrea, Griesbeck Verena, Lecker Sarah, Raab Franziska (alle 8 C)

für die Klasse 5 d (Christine Raab):
Göttlinger Maria, Hartinger Natalie, Höpfl Janina, Zeiselmeier Laura (alle 8 B)

Romy Lankes

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8 a: TZ-Fahrt

 

Gemeinsame Unterrichtsfahrt der beiden Chamer Realschulen

Am 03.06.2013 fuhren die Schülerinnen und Schüler der Gerhardinger- und Maristen-Realschule im Rahmen des TZ-Unterrichts mit den Lehrkräften Sabine Kraus-Preischl und Josef Kerscher nach Viechtach zur Firma Linhardt.

Nach der Ankunft wurden die Chamer Gäste von 4 Auszubildenden der Firma Linhardt im Konferenzraum empfangen. Dort erläuterte Herr Gerhard Aichinger, Ausbildungsleiter der Firma Linhardt, den Besuchern den Produktionsumfang, die Standorte und die Ausbildungsmöglichkeiten anhand einer Präsentation. Im Anschluss daran durften sich die Teilnehmer in der hauseigenen Kantine stärken.



Nach der Pause wurden die jungen Damen und Herren in zwei Gruppen eingeteilt. Während eine Gruppe durch die Produktionshallen geführt wurde und dort die Herstellung von Spraydosen aus Aluminiumrohlingen verfolgen konnte, fertigte der andere Teil ein Mühlespiel an. Dabei kam es besonders auf exaktes Ankörnen und Bohren des Metallblockes an. Danach wurden die Gruppen getauscht.

Sehr überrascht waren die Teilnehmer, dass zum Beispiel der weltbekannte Edding-Stift und zahlreiche Aluminiumverpackungen, die aus den Regalen der Supermärkte bekannt sind, in unserer Region hergestellt werden.

Bedanken möchten sich die Teilnehmer der beiden Realschulen beim Regionalmanagement des Landkreises Cham, das die Fahrtkosten übernommen hat.

Sabine Kraus-Preischl
Josef Kerscher

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8 a: Girl's Day

 

Girl’s Day am Vermessungsamt Cham

Das Vermessungsamt Cham lud 11 Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule und 2 Schülerinnen der Konrad-Adenauer-Schule Roding ein um „frauenuntypische“ Berufe kennen zu lernen.

Unter der Aufsicht von der Mathematiklehrerin Ulrike Leder überzeugten wir uns von der Vielfalt der praktischen angewandten Mathematik und von den modernen Messverfahren.

Wir starteten um 9 Uhr mit der Begrüßung und Einführung vom Amtsleiter Wilfried Knaut. Anschließend wurden die Berufsbilder Vermessungsingenieur/in von Frau Elke Neuberger und Katastertechniker/in von Frau Jennifer Achaz erläutert.

Nach der „Geometer-Brotzeit“ fanden praktische Übungen im Freien statt. Herr Franz Pritzl erklärte uns das GPS-System, mit dem ohne Sichtverbindung zu anderen Punkten eine zentimetergenaue Bestimmung des Standorts möglich ist. Mit dem Tachymeter durften wir zum Schluss mithilfe von Koordinaten einen Schatz suchen, der tief unter der Erde vergraben war und der sich später als eine Schachtel mit Süßigkeiten entpuppte.

Zum Schluss wurden wir noch von Jennifer Achaz interviewt wie es uns heute gefallen hat und machten noch ein Abschlussfoto. Wir kamen zu dem Entschluss, dass uns der Tag sehr gut gefallen hat und sehr aufschlussreich und interessant war.

von Lena Dendorfer, 8 a

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Orientierungstage

 

Orientierungstage der 8. Klassen in Ensdorf

Am 18.03.2013 fuhren wir mit unseren Klassenleitern Frau Hintereder (8 a), Herrn Schall (8 b) und Frau Raab (8 c) mittags  nach Ensdorf ins Haus der Begegnung.

Dort angekommen wies uns der Hausmeister des Klosters in die Hausregeln ein. Anschließend stellten sich die Betreuer bei uns vor. Gestärkt durch Kaffee und Kuchen starteten wir in die erste Kurseinheit. Wir begannen mit ein paar lustigen Spielen, durften ein Facebook-Profil auf einem Blatt gestalten und legten die Themen für die kommenden Tage fest. Jede Klasse konnten sich aus verschieden Themenbereichen zwei auswählen, z. B. „Wer bin ich?“, „Zwischen Pendel und Rosenkranz“, „Unsere Klasse – eine Gemeinschaft“ und „Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität“.

Am Abend fand eine Drei-Stationen-Meditation in der nur von Teelichtern beleuchteten Klosterkirche statt. Nach dieser besinnlichen Stunde hatten wir noch zwei Stunden zur freien Verfügung.



Am Dienstag weckten uns bereits um sechs Uhr morgens die Kirchenglocken, die nicht zu überhören waren, auf. Nach dem Frühstück fanden wir uns wieder in unseren Gruppen ein und vertieften uns in das erste Thema, am Nachmittag wurde das zweite Thema erarbeitet. Ein freiwilliger Gottesdienst am Abend in der Klosterkapelle wurde von einigen Mädchen aus der Klasse 8 c musikalisch gestaltet.

Am Mittwochvormittag trafen wir uns nochmals mit unseren Kursleiterinnen zum Klassenabschluss, um die behandelten Themen nach zu besprechen. Abgerundet wurde der Vormittag mit zu den Themen passenden Spielen.



Zwischen den Einheiten und am Abend war immer wieder Zeit für Geselligkeit und gemeinsame Aktionen wie ein Fußballmatch in der Mehrzweckhalle, wo Herr Schall seine grandiose Fußballtechnik zur Schau stellte. Mit Billard, Tischtennis und Kicker verging die Zeit wie im Flug.

Nach dem Mittagessen erfolgte dann die Heimreise nach Cham. Wir waren uns alle einig, dass die besinnlichen Tage im Kloster vor allem für die Klassengemeinschaft eine Bereicherung waren und wir auch ohne Fernsehen und Internet Spaß hatten.

Lenka Dirscherl, Klasse 8 b

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Ökumene

 

Erfolgreiches Ökumene-Projekt an der Gerhardinger-Realschule Cham
Schülerinnen liefern Arbeiten in München ab


Bild 1: Die Schülerinnen beim Sichten und Aufarbeiten des Materials für die Projekt - Mappen.
Bild 2: Inge Huber, Andrea Alt und Julia Schreiner präsentierten ihren Wettbewerbsbeitrag in München.

Nicht mit dem "Sonderzug nach Pankow", sondern mit dem Bayernticket nach München reiste eine Abordnung der Gerhardinger-Realschule Cham, um dort beim Deutschen Katecheten–Verein e. V. ihre Arbeiten zum Kreativwettbewerb 2013 mit dem Thema: “Ökumenische Kooperation in Gemeinde und Schule“ persönlich abzugeben.

Unter der Leitung von Religionslehrkraft Inge Huber hatten Schülerinnen der Klasse 8 c insgesamt drei informative Alben zu dem Projektwettbewerb gestaltet und dabei Bilder, Reiseprospekte, Fotos und  Tagebucheinträge, aber auch individuelle Eindrücke verwendet und zu interessanten Mappen zusammengestellt. Das Ergebnis stundenlanger Nachmittagsarbeit übergaben dann die Mädchen Andrea Alt und Julia Schreiner zusammen mit Inge Huber an den Geschäftsführer des dkv Leopold Haerst im Bildungszentrum in der Preysingstraße in München–Haidhausen.

Ziel der Aktion ist es, praxiserprobte und nachahmenswerte Beispiele ökumenischer Zusammenarbeit zu dokumentieren.

An der Gerhardinger-Realschule Cham wird seit Jahren ökumenische Arbeit geleistet, in die sich auch die evangelische Pfarrerin Charlotte Peschke aktiv und mit viel Engagement einbringt. So entstand unter der Regie von Religionslehrerin Inge Huber (katholisch) zunächst im Schuljahr 2007 die freiwillige Kulturfahrt in die neuen Bundesländer zu den berühmtesten Wirkstätten Martin Luthers, wobei an der viertägigen Fahrt katholische und evangelische Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe teilnehmen, Charlotte Peschke inklusive. In enger Zusammenarbeit mit Kaplan Franz Pfeffer von der Pfarrei St. Jakob wurde auch ein ökumenischer Gottesdienst nach dem Vorbild von Taizé gestaltet.

Des weiteren werden an der Schule neben den regulären Gottesdiensten in der Pfarrkirche St. Jakob im Gerhardinger-Saal Agapefeiern für alle Jahrgangsstufen angeboten. Diese religiösen Aktivitäten demonstrieren ein lebendiges ökumenisches Miteinander, das von den Teilnehmerinnen der „Gottesdienstwerkstatt“ vorbereitet wird.

Das Ergebnis der jahrelangen Bemühungen um eine gelebte Ökumene wurde nun beim Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung in München präsentiert – in der Hoffnung auf den Siegerpreis des Wettbewerbes. Der Initiatorin Inge Huber würden von der Siegprämie in Absprache mit Schulleiter Josef Krauß die Finanzierung von Bausteinen für einen Taizé–Altar „vorschweben“…

Franz Summerer

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Lutherfahrt

 

Auf den Spuren von Martin Luther, J. S. Bach und anderer berühmter Persönlichkeiten
Begeisternde Kulturfahrt der Gerhardinger-Schülerinnen durch drei neue Bundesländer

Kultur pur erlebten 42 Mädchen der Gerhardinger-Realschule Cham bei ihrer viertägigen Fahrt zu den Wirkstätten Martin Luthers und anderer berühmter Persönlichkeiten in den neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen. Organisiert wurde die freiwillige Kulturfahrt von Lehrerin Inge Huber - Christa Riedle, Pfarrerin Charlotte Peschke und Franz Summerer begleiteten die Truppe durch das mit Highlights gespickte Programm.

So ging‘s am vergangenen Sonntag um 06:00 Uhr früh (!!) vom Parkplatz Florian-Geyer-Brücke los Richtung Lutherstadt Eisleben. Aber wer dachte, im komfortablen Bus schön gemütlich in den Vormittag hineinschlafen zu können, sah sich getäuscht: Ein Lehrfilm bereitete bereits per Fernseher auf die Führung im Geburtshaus des Reformators und sein Leben vor.

Bereits um 11:30 Uhr stand Gruppe 1 vor dem Eingangstor zum Museum und Geburtshaus Luthers zur recht lustigen, informativen Führung bereit, während Gruppe 2 zwischenzeitlich einen interessanten Stadtrundgang über die St.-Petri-Pauli-Kirche, den Marktplatz von Eisleben mit Lutherdenkmal und die St.-Andreas-Kirche absolvierte.

Pünktlich um 13:00 Uhr ging die Fahrt weiter zum Rom der evangelischen Kirche nach Wittenberg, wo gegen 15:30 Uhr nach einem mit Beifall belohnten "Wahnsinnseinparkmanöver" von "Kutscher Hans" in der recht noblen Jugendherberge eingecheckt wurde.

Mit Christiane Dalichow empfing eine wortgewandte und "nicht aufs Maul gefallene" Stadtführerin mit ihrem Kollegen 45 Bayerwaldfrauen aus Cham und "zwoa gstandne Mana". Bis zum wohlverdienten Abendessen in der JHB wichen Katharina von Bora, Phillip Melanchthon, Lukas Cranach, Landesfürst Friedrich der Weise und viele andere einfach nicht mehr von der Seite der Oberpfälzer.

Der Sonntag hatte es in sich, von wegen Abendruhe: Bereits um 20:30 Uhr wartete dann ein mittelalterliches Waschweib mit einem Henker und zwei Schergen zu gruseligen Fackelscheingeschichten auf die braven Gerhardinger-Mägdelein, ehe man dann um 22:00 Uhr endlich todmüde ins Bett fallen durfte.

Der bekannten Stadtführerin Dalichow wurde dann übrigens am Tag der deutschen Einheit in München vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nach einer viel zu kurzen Nacht, aber einem hervorragenden Frühstück, fuhr man bereits um 07:30 Uhr in die geschichtsträchtige Stadt Torgau mit Renaissance, Reformation und repressiver Heimerziehung im einzigen Geschlossenen Jugendwerkhof der ehemaligen DDR.

Nach der Ankunft wartete eine Mutprobe besonderer Art auf die Chamer, nämlich die Führung durch die Torgauer Stadtkirche St. Marien, den Dachstuhl der Hallenkirche mit eingeschlossen – nichts für Mädchen mit Höhenangst und prompt erreichte Inge Huber schweiß gebadet gerade noch rechtzeitig wieder den festen Pflasterboden, ehe der Turm versperrt wurde -  Rapunzel, lass dein Haar herab!

Durch die historische Altstadt ging es dann über den Bärengraben, deren Bewohner sich im Außenbereich noch mit den letzten Sonnenstrahlen auf den Winterschlaf vorbereiteten, in den Innenhof des Renaissanceschlosses Hartenfels. Die Torgauer Schlosskapelle, als erster evangelischer Kirchenbau in Deutschland nach den Vorstellungen Martin Luthers von Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen errichtet, wurde vom Reformator 1544 selbst eingeweiht und gehörte zum Pflichtprogramm des Vormittags. Der Weg führte dann über das Elbufer zu Brücke und Denkmal, wo im April 1945 amerikanische und sowjetische Soldaten sich begegneten, ehe der Besuch des Jugendwerkhofes Torgau, der einzigen geschlossenen Umerziehungsanstalt der ehemaligen DDR, ein ganz anderes, dunkles Kapitel der jüngsten Geschichte aufzeigte.

Hier wurde die Persönlichkeit junger Menschen bewusst durch Strafen gebrochen, um durch Umerziehung das gesetzlich festgelegte Erziehungsziel des DDR-Bildungssystems „sozialistische Persönlichkeit“ zu erreichen. Der beeindruckende Vortrag und das emotionale Gespräch mit Zeitzeugin Corinna Thalheimer (geb. 1967) ging den Mädchen sehr nahe: „Nach der Behandlung hier tust du alles, was man dir anschafft bzw. du sagst gar nichts – außer du wirst gefragt!“ Bis heute haben die Betroffenen mit körperlichen und psychischen Folgeschäden zu kämpfen.

Die gedrückte Stimmung im Bus hob sich dann erst wieder, als eine Fast–Food Kette angesteuert wurde und danach der anstrengende Tag mit Gondelfahrt und Spaziergang im bekannten Dessauer Weltkulturerbe Wörlitzpark ausklang.

Am Dienstag stand dann die Schlosskirche zu Wittenberg auf dem Programm, an deren Tür Martin Luther seine 95 Thesen genagelt haben soll, inklusive Führung durch den Küster, der sich explizit für die Aufmerksamkeit bei den „jungen Damen“ bedankte.

Nach einem schnellen Mittagessen machte dann eine große Gruppe Freiwilliger zu fetziger Musik der DJs Franziskus und Kutscher Hans eine Shoppingspritztour nach Berlin – mit dem Finger auf der Landkarte! Die Besichtigung der Hundertwasserschule Luther–Melanchthon–Gymnasium, einer Europaschule, verbunden mit einem Spaziergang durch Wittenberg, endete mit dem einhelligen Tenor der Gerhardinger: “Unsere Schule ist schöner und heller und außerdem riecht sie besser!“ Der Rest des langen Nachmittags wurde bei dem schönen Wetter für diverse Einkäufe bzw. Eisdielenbesuche genützt, ehe es dann abends beim Wikingerschach richtig zur Sache ging.

Am Mittwoch, dem Tag der deutschen Einheit, hieß es früher aufstehen und die Reise führte nach Eisenach ins bekannte Bachmuseum mit historischen Instrumenten und Musikvortrag. Die nahe gelegene Wartburg wurde zu Fuß erstürmt und entpuppte sich als recht „windige“ Angelegenheit, ehe „den Menschen, die in Bayern leben“ eine recht kurzweilige und interessante Führung geboten wurde mit Ausführungen über die Heilige Elisabeth von Thüringen bis hin zu Junker Jörg. Bei den Fahrten über Land fielen sogar den Schülerinnen die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels und der Abwanderung auf, zahlreiche leerstehende Häuser oder renovierungsbedürftige Immobilien stehen zum Verkauf.

Und dann brauste der Bus wieder Richtung Heimat, aber da alle Lunchpakete aufgefuttert waren, gab es bei McDonalds noch einmal einen Boxenstopp, ehe pünktlich auf die Minute Cham erreicht wurde und die wartenden Eltern ihre Töchter in die Arme schließen konnten, die am Donnerstag wieder „normalen“ Unterricht genießen durften.

Franz Summerer

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