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19.04.2018 19:36
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Orientierungstage

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Tage der Orientierung – Gerhardinger-Mädchen im Kloster Ensdorf 
Handylose Besinnungstage für 94 Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe

Wie schon in den vergangenen Jahren so konnten die Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule Cham auch heuer in der vorösterlichen Fastenzeit Tage der Orientierung im Haus der Begegnung im Kloster Ensdorf verbringen. 

Die Salesianer Don Boscos im Landkreis Amberg–Sulzbach sind bekannt für ihr durchorganisiertes Bildungshaus. Die Gruppenleitung mit den Religionspädagoginnen Victoria Kirschner und Helen Hartung fanden sofort „den richtigen Draht“ zu den Chamer Mädchen.

Die Tage der Orientierung bieten vor allem im Freizeitbereich eine Chance für Klassenleiter und Schülerinnen, sich abseits ihrer gewohnten Rollen anders kennen zu lernen. Die inhaltliche Gestaltung liegt bei den Referenten und in der Regel nehmen die Lehrer an den  Arbeitseinheiten nicht teil. Kennenlern-Runden, Themen wie Tod und Leben, Spiele zur Förderung der Klassengemeinschaft oder Fragen wie „Wer bin ich? – Wie sehen mich die anderen?“ bildeten Themen für einzelne Kurseinheiten. 

Auch die Einladung zum Gottesdienst in der frisch renovierten Klosterkirche am Abend des zweiten Tages vonseiten der Brüder nahmen einige Mädchen wahr. Die christliche Erziehung der anvertrauten Jugendlichen bildet eine wesentliche Zielsetzung der Gerhardinger-Realschule. So sollen den Schülerinnen vor allem auch nachhaltige Werte und Wertvorstellungen nähergebracht werden und die jungen Erwachsenen dazu befähigt werden, Gott und einander näher zu kommen sowie Verantwortung für die uns anvertraute Erde, ihre Mitmenschen und ihr eigenes Leben zu übernehmen. Und dazu eignet sich im Jahreskreis die vorösterliche Fastenzeit am besten mit dem Vorsatz, einmal auf Handy, Laptop, Tablet zu verzichten. 

Die Jugendlichen mussten sich also drei Tage lang wieder auf ihre „innere Uhr“ verlassen und ohne Musik aus den Ohrstöpseln einschlafen. Alle Mädchen kamen nach erlebnisreichen und intensiven Tagen gesund und munter wieder nach Hause – ohne ständiges „Surfen“ im Internet oder „Posten“ in sozialen Netzwerken und ohne den Genuss der fünf Sternchen vom Hotel Mama! 

Die Zeit verging mit insgesamt 5 Kurseinheiten viel zu schnell, unterbrochen von festen Essenszeiten und Freizeitangeboten wie Tanz (Hip Hop/Gardetanz) oder das Spiel von der Bäuerin, die um ihr totes Huhn trauert. 

Als besonders positiv ist vor allem der Austausch über persönliche und schulische Belange zu werten und die Offenheit innerhalb der Klasse. Besonders die Thematik Tod hat die Mädchen sehr berührt, sie durften die Erfahrung machen, dass man auch in der Gemeinschaft einmal weinen darf, wenn noch schlummernde Probleme einmal ausgesprochen werden dürfen. Danach spürten die jungen Heranwachsenden eine tiefere Verbundenheit mit ihren Mitschülerinnen, die das Gefühl vermittelten, dass sie nicht alleine sind mit ihrem Kummer. 

Auf Grund des kalten, aber sonnigen Wetters konnten die Chamer das Klostergelände näher erforschen und Bekanntschaft mit der anerkannten Umweltstation Ensdorf machen, die vorbildliche Mülltrennung inspirierte zur Nachahmung. 

Für die Gerhardinger-Mädchen der Klassen 8 a (Leitung Inge Huber), 8 b (Michaela Fromm), 8 c (Ilona Ziesler) und 8 d (Christine Raab) erklärte eine Schülerin: „ …einfach schön wars…, da könnte man länger bleiben, auch wegen dem guten Essen“ und als bleibende Erinnerung nahm jede ihr selbst erstelltes Geheft mit „Kleinen und Großen Weisheiten des Lebens“ mit nach Hause. 

Inge Huber/Franz Summerer

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