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18.11.2017 19:36
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10. Klassen: 

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AP Deutsch
Warum ist Fußball so beliebt und steht trotzdem zunehmend in der öffentlichen Kritik?
Abschlussprüfung im Fach Deutsch an der Gerhardinger-Realschule

  

Lange Jahre hatten sie darauf hingearbeitet und endlich war der Termin da: Insgesamt 97 junge Damen der Gerhardinger-Realschule Cham starteten mit anspruchsvollen Themen in die Deutsch Abschlussprüfung. 

Nachdem bereits am Mittwoch die „Franzosen“ den Anfang gemacht hatten, war die Turnhalle dann am Donnerstag mit allen Mädchen der vier 10. Klassen gefüllt. Nach dem Auslosen der Platznummern und kurzen organisatorischen Hinweisen hatte Schulleiter Martin Zimmermann für jede Schülerin ein „Überraschungskärtchen mit süßer Verstärkung“ parat für einen guten Start. 

Von den 97 Prüflingen wählten im Fach Deutsch 38 eine Erörterung und 59 entschieden sich für einen textgebundenen Aufsatz. Dabei wurden folgende Themen gewählt: 

Am heutigen Freitag steht für alle Absolventinnen die Abschlussprüfung im Fach Englisch auf dem Plan, ehe am Montag Mathematik für die Zweige I und II ansteht, gefolgt von BWR, Physik und Haushalt/Ernährung. 

Franz Summerer 

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Beeindruckende Agapefeier der Gerhardinger vor den Abschlussprüfungen
Über 160 Prüflinge, Eltern und Lehrkräfte hielten gemeinsam Mahl

   
            

Das „Wohnzimmer“ der Gerhardinger-Realschule Cham platzte am vergangenen Dienstag, einen Tag vor dem Start in die Abschlussprüfungen, schier aus allen Nähten: 

Die jungen Damen aus den vier zehnten Klassen (10 a mit Klassenleiter Peter Frauendorfer, 10 b Werner Schall, 10 c Albert Degenhart und 10 d Franz Summerer) und zahlreiche  Eltern hatten sich zusammen mit der Schulleitung im Gerhardinger-Saal, der „guten Stube“ der Schule, zu einer ergreifenden gemeinsamen Agapefeier zur Einstimmung auf die Abschlussprüfungen eingefunden. 

Organisatorin Inge Huber als Religionslehrerin und die evangelische Pfarrerin Charlotte Peschke hatten in ökumenischer Zusammenarbeit mit Schülerinnen die tiefschürfende Feier unter das Thema „Steine und Perlen“ gestellt. Die Geschichte von der Perle, vorgetragen von Theresa Prasch, stimmte alle nach dem Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ nachdenklich ein, ehe Pfarrerin Peschke inhaltlich einen Bogen spannte über die Schullebenskette der anwesenden Prüflinge. 

„Ihr habt Höhen und Tiefen hinter euch gebracht, so mancher Stein (= Problem) ist euch sicher auch im Weg gestanden. Aber wie auch immer – ihr habt es gepackt, versucht, das Beste daraus zu machen – und jetzt sind all diese Erfahrungen, Begegnungen und erreichte Ziele Perlen in eurem Schmuckkästchen! Und gerade seid ihr dabei, die wertvollste Perle zu bauen, den Realschulabschluss, den es nicht umsonst gibt! 

Ihr habt investiert wie der Kaufmann in die Perle und dürft mit gutem Gewissen bei allem Mut und aller Zuversicht auch ein Stoßgebet vor der Prüfung an euren himmlischen Vater richten. Und ich wünsche euch, dass euch die eine oder andere Perle auch einfach mal in den Schoß fällt!“

Nach einem gemeinsamen Vater unser auf Englisch und dem Segen über Brot und Wein waren alle Anwesenden eingeladen zum gemeinsamen Mahl mit Fladen aus Roggenbrot, Fruchtsaft und Weintrauben. 

Die ersten Klassensprecherinnen gaben die Brote aus, während die Klassenleiter grüne Papiermuscheln mit einem Steinchen und Glückwünsche für die bevorstehende Prüfung verteilten. Für die musikalische Gestaltung war die Chorklasse 6 b unter Leitung von Richard Werner verantwortlich, der für sein unermüdliches Engagement eine extra große Dankesmuschel bekam. 

Am Schluss der ergreifenden Feier standen Fürbitten, die von acht Abschlussschülerinnen vorgetragen wurden. Nach dem Schlusssegen hatte als besondere Überraschung die Fachschaft Haushalt und Ernährung über 200 kleine Muschelmuffins mit Perle vorbereitet, die von den Klassenleitern als kleine süße Wegzehrung beim Verlassen des Saales verteilt wurden. 

Franz Summerer

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Prüfungsessen

   

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Keine Macht den Drogen
Gerhardinger - eindringliche Warnung: „Der Stoff, aus dem die Träume sind“
Vier Abschlussklassen durch Vortragsreihe informiert

„Ist da etwas passiert?“ fragten Passanten in der Klosterstraße, als an drei Tagen die Polizeibeamten PHM Josef Kernbichl und POK Walter Dendorfer in der Gerhardinger-Realschule Cham buchstäblich ein und aus gingen. 

Das genaue Gegenteil war der Fall: Damit eben nichts passiert, hielten die beiden Referenten von der Polizeiinspektion Cham vor den überaus aufmerksamen Schülerinnen der vier 10. Abschlussklassen jeweils einen interessanten Vortrag zu dem „Stoff aus dem die Träume sind“. 

Zum ersten Mal standen den beiden Polizisten für ihre Ausführungen vier Schulstunden zur Verfügung und den rund 100 jungen Damen gingen buchstäblich die Augen auf ob der gesundheitlichen Risiken durch Drogen, Alkohol und Nikotin, denn die engagierten Beamten berichteten über tödliche Verkehrsunfälle und präsentierten Informationsmaterial, das zum Teil auch richtig unter die Haut ging. 

Gerade richtig terminiert zum Faschingsendspurt brachte die informative Vortragsreihe eine eindringliche Warnung an die zukünftigen Entlass-Schülerinnen und zukünftigen Führerscheinbewerberinnen, ihre Finger von Suchtmitteln jeglicher Art zu lassen. „Keine Macht den Drogen“ - vom Koma–Saufen bis zu Ecstasy und den verheerenden Wirkungen anderer Drogen reichte die Informationspalette für die Jugendlichen. 

Die beiden Referenten appellierten auch eindringlich an die Vernunft der jungen Damen in der Hoffnung, dass die „Aufklärung anderer Art“ auf fruchtbaren Boden gefallen ist. 

Franz Summerer

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Dachaufahrt
Konzentrationslager Dachau: Ort des Grauens erschüttert
Angehende Gerhardinger-Absolventinnen schockiert

  
       

Wie auch letztes Schuljahr fuhren heuer alle vier 10. Ab-schlussklassen der Gerhardinger-Realschule Cham mit zwei Bussen zum Konzentrationslager Dachau bei München. Begleitet wurden die 97 Schülerinnen dabei von den Lehrkräften Eva Hecht, Theresia Kuhn, Heike Gruber–Schenk und Andreas Nie-dermeier. 

Da die Zeit des NS-Regimes bereits im Geschichtsunterricht ein wichtiges Thema war, bildete der Besuch – 70 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges - eine gute Ergänzung zum bisher Erlernten. 

Aufgrund eines Staus entging uns allen leider der Film über das KZ, welcher eigentlich als Einleitung zur Exkursion ge-dacht war. Deshalb hatten wir vor der Führung noch etwas Zeit uns umzusehen und begannen im ehemaligen Wirtschaftshaus, welches heute als Museum eine Dauerausstellung über die NS-Zeit beherbergt, eine Reise ins schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte. Bei der anschließenden Führung erfuhren wir vieles, was im Geschichtsunterricht aus zeitlichen Gründen leider zu kurz gekommen war. 

So hörten wir beispielsweise, dass es eine Kantine gab, in der die Inhaftierten für viel Geld illegal Zigaretten oder Medikamente kaufen konnten. Zudem wurden die SS-Männer oft bestochen, wenn das jedoch aufkam, wurden sowohl die Gefangenen als auch die Wachmänner für ihr Fehlverhalten hart bestraft. Eine dieser Strafen war der Prügelbock, auf dem man von zwei Wachleuten gleichzeitig ausgepeitscht wurde, eine weitere ein Pfahl, an dem man einige Zentimeter über der Erde an den Armen aufgehängt wurde. Die Folge waren Knochenbrüche, ausgerenkte Wirbel und massive Atemprobleme. Darüber hinaus berichtete unser Führer von Fällen, in denen Stricke in Zellen geworfen wurden, mit denen sich die Häftlinge das Leben nehmen sollten. Als weitere Schikane dachten sich die SS-Offiziere Holzclogs aus, welche bei der harten Arbeit häufig blutige Füße verursachten und genau deshalb anbehalten werden mussten. Eines der schlimmsten Gebäude dürfte wohl der Bunker gewesen sein, ein Bauwerk, in dem Sonderhäftlinge untergebracht wurden, so zum Beispiel Georg Elser. 

Zum Schluss bekamen wir noch die beiden Krematorien zu sehen, wobei das größere am Ende der NS-Diktatur mit dem Verbrennen der Leichen nicht mehr nachkam. Dieser Ort verursachte bei allen Mädchen in Anbetracht des Geschehenen eine sehr betrübte und nachdenkliche Stimmung. In den insgesamt sechs Öfen konnten bis zu 18 Personen gleichzeitig verbrannt werden. Die Asche kam dann auf umliegende Dorffriedhöfe oder wurde auf dem Gelände des Konzentrationslagers vergraben. Das vorhandene sog. Brausebad, d. h. die Gaskammer, wurde laut Augenzeugenbe-richten nie an Menschen getestet oder sogar zur Massenvernichtung genutzt. 

Mit diesen schockierenden Eindrücken verließen wir den ge-schichtsträchtigen Ort des Grauens und traten - sehr betroffen – unsere Heimreise an.

Theresa Prasch (Kl. 10 c)/Franz Summerer 

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Gegen das Vergessen
Wer einem Menschen das Leben rettet, der rettet die ganze Welt

    

Diese Aussage nahm am 27.Oktober 2015 im Musiksaal der Gerhardinger Realschule Professor Erika Rosenberg zum Anlass, um den Schülerinnen der zehnten Klassen das Leben von Emilie und Oskar Schindler näher zu bringen, die im Dritten Reich ca. 1 200 Juden das Leben gerettet hatten. 

Bewegend und zugleich humorvoll schilderte die Referentin ihre Freundschaft mit Emilie Schindler, deren Anteil an der Rettung der sog. „Schindler–Juden“ sowohl von der Geschichtsschreibung als auch von Hollywood in Steven Spielbergs berühmtem Film „Schindlers Liste“ kaum gewürdigt wurde. 

Der ca. 90-minütige Vortrag mit Diskussion beeindruckte die Anwesenden vor allem auch deshalb, weil mit Frau Rosenberg eine Zeitzeugin die allgegenwärtige Bedrohung durch den Rassenwahn und den Hass der Nationalsozialisten auf Alles, was nicht in ihr Weltbild passte, überzeugend schilderte. 

Darüber hinaus wurde den Schülerinnen auch die Aktualität des Themas bewusst, da Ablehnung und Ausgrenzung von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft offensichtlich zunehmen.

Eva Hecht

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