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18.11.2017 19:36
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Wanderwoche 7 c, 7 d:


1. Tag:
Am Montag, den 25. Oktober 2010 bestiegen wir um 08:15 Uhr an der Florian-Geyer-Brücke unseren großen Bus und starteten mit einer langen Anreise in unsere Wanderwoche, begleitet von Frau Hu-ber, Frau Jeschke, Frau Petzi und Herrn Summerer. Das erste Etappenziel war das Silberbergwerk in Bodenmais, wo wir eine sehr interessante Führung durch den Berg bekamen. Nächster Halt war die Jugendherberge in Mauth, unser Wohnsitz für die nächsten Tage. Schnell luden wir unsere Koffer aus, schnappten uns ein Lunchpaket und fuhren weiter ins Freilichtmuseum Finsterau. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, um das Thema „Kräuter“ zu bearbeiten. Die erste Gruppe, die Kosme-tiker, stellte ein Badesäckchen mit verschiedenen Kräutern und eine Ringelblumensalbe her. Die zweite Gruppe erstellte aus Kräutern eine Gemüsesuppe, verschiedene Blattsalate, „Erdäpfelkas“, Pesto und einen Steirischen Gurkensalat; dazu gab es verschiedene Brotsorten. Dann fuhren wir mit dem Igelbus wieder zurück in die Jugendherberge zum Abendessen, bezogen unsere Zimmer und packten endlich unsere Koffer aus.

2. Tag - Passau:
Das Frühstück um 07:45 Uhr war ein Genuss und wir hatten eine gute Atmosphäre. Das Frühstücks-buffet mit verschiedenen Müslis, mehreren Wurstsorten, mit Butter, Marmelade, Käse und Nuss-Nougatcreme sowie Honig war sehr gut, auch kritische Mitbewohnerinnen konnten nichts Schlechtes sagen, wir waren alle sehr zufrieden. Das Lunchpaket mussten wir uns selber zubereiten. Um 9 Uhr waren wir startklar und fuhren nach Passau. Dort stiegen wir leicht verschlafen auf dem Parkplatz der Klosterkirche Mariahilf aus dem Bus. Alle liefen auf den Aussichtsplatz und genossen den wunderba-ren Blick über Passau, nebenbei machten wir erst einmal Brotzeit. Dann trafen wir uns auf dem Vor-platz der Klosterkirche mit Herrn Petzi. Er gab uns einige Informationen über diese Wallfahrtskirche und die Geschichte von Passau. In der Kirche erzählte uns Herr Petzi über das Gnadenbild und den Sinn der Wallfahrten. Nach einem gemeinsamen Gebet gingen wir über die alte Wallfahrtsstiege mit 321 Stufen den Mariahilfberg hinunter in die Innstadt und wanderten dann über die Innbrücke zum Dreiflüsseeck, wo  Donau, Inn und Ilz sich zur Donau vereinigen. Von da aus ging es zur Dreiflüsse-rundfahrt mit dem Schiff. Hier bekamen wir viele Informationen über Passau. Wir genossen die Fahrt in der Kabine des Schiffes „Sissy“. Anschließend wanderten wir hinauf zum Domplatz und besuchten den riesigen Dom St. Stephan, die Bischofkirche des Bistums Passau, das früher einmal bis Wien ge-reicht hat. Dann ging es in die Fußgängerzone, wo wir endlich shoppen durften und wo uns ein paar Mal unsere Lehrer über den Weg liefen, was ganz gut war, weil ein paar von uns kleine gesundheitli-che Probleme hatten. Ziemlich ausgepowert kamen wir am Bus an. Zu Hause in der Jugendherberge wurden wir in unsere Zimmer geschickt, wo wir die „Beutestücke“ unserer Shoppingtour bewundern konnten. Leider war der von den Lehrern versprochene Bus mit den Jungen wieder nicht gekommen. Nur zwei Dorfbuben warteten mittlerweile an der Bushaltestelle – viel zu wenige für so viele Mädchen.
Zur Stressbewältigung des anstrengenden Tages verpassten wir am Abend Herrn Summerer und Frau Petzi eine Gesichtsmassage und eine Schoko-Gesichtsmaske.

3. Tag – Nationalparktag:
Nach 15 Minuten Fahrzeit kamen wir am Nationalparkgebäude in Neuschönau an. Dort begleiteten uns Waldführer durch das Freigelände und den Baumwipfelpfad, der 44 Meter hoch und 1,3 km lang ist. Hier bekommt man viele Informationen und Anschauungsmaterial über den Wald und den Natio-nalpark. Wieder auf dem Boden angekommen verzehrten wir den Inhalt unserer Lunchpakete, einige kauften sich noch etwas zum Essen. Nach dieser erholsamen Pause wanderten wir 3 Stunden durch das Tierfreigelände. Wir trafen Enten, viele Vögel, Wölfe, Eulen und zwei ausgewachsene Bären mit zwei Jungtieren, die wie süße Teddys aussahen. Die Luchse bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Frau Bathmann, unsere Führerin, erklärte uns vieles, zum Beispiel auch den Baumpilz, den die Menschen früher als Zunderschwamm zum Feuermachen benutzten. Dann mussten wir schnell zum Bus rennen, um ihn nicht zu verpassen. Nach dem Abendessen trafen wir uns zur Nachtwanderung. Es war schon finster und manche von uns waren nicht sehr mutig. Dazu erzählte uns Frau Jeschke auch noch eine schaurige Gruselgeschichte. Etwas ängstlich traten wir den Rückweg an, als uns in einem kleinen Waldstück jemand fürchterlich erschreckte. Wir waren richtig froh, dass es nur der Herr Summerer war. Auch heute war der versprochene Bus mit den Jungen nicht gekommen.

4. Tag – Wanderung zum verlassenen Dorf und zum Aussichtsturm Haidel:
Auf einer Wanderung von insgesamt ca. 12 Kilometern marschierten wir von Bischofsreut zum ver-lassenen Dorf Leopoldsreut, welches um das Jahr 1640 einmal eine Mautstelle auf dem „Goldenen Steig“ gewesen war. Unser Führer, Herr Müller, zeigte uns die Stelle, wo das Dorf einmal war. Das Dorf lag 1110 m hoch, der Winter dauerte 6 Monate, die Menschen sahen für sich keine Chancen und wanderten nach dem 2. Weltkrieg in bessere Gegenden ab. Die Häuser verfielen, die Felder wurden wieder zu Wald; nur noch die Kirche und das ehemalige Schulhaus stehen noch. Eine fast gespensti-sche Gegend, in der im Winter der Schnee 3 Meter hoch liegt. Von Leopoldreut aus sind es noch 2 km bis zum Aussichtsturm Haidel, dessen Plattform 22 m hoch über den Baumwipfeln liegt. Von hier aus hat man einen wunderschönen Überblick über den gesamten Bayerischen Wald, sogar bis zu den Alpen konnte man sehen. Herr Petzi erzählte uns eine echt wahre lustige Geschichte über eine Wan-derung auf den Haidel. Dann machten wir uns auf den langen Heimweg durch den endlosen Wald.
Nach dem Abendessen gestalteten wir einen bunten Abend. Obwohl auch heute der versprochene Bus mit den Jungen nicht gekommen war, wurde es noch richtig bunt, weil drei Dorfbuben aus Mauth an die Fenster klopften und fensterln wollten. Doch Herr Summerer hat ihnen mit einem Ei-mer Wasser von oben die Lust auf diesen bayerischen Brauch ausgetrieben.

5. Tag – Heimkehr:
Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer und verließen die schöne Jugendherberge, die für ein paar Tage unsere Ganztagsschule gewesen war. Nach dieser anstrengenden ganz anderen Schulwoche, die aber doch lehrreich und erlebnisreich war, konnten wir uns in den Allerheiligenferien gründlich erholen.
Euer „Schülerinnen-Schreib-Team“ der Klasse 7 d

Rosi Petzi/Franz Summerer


 

Wanderwoche 2010, Klassen 7 c und 7 d
Führung durch das Silberbergwerk
Mutig oder ängstlich?
Kräuterküche, viele Vitamine
In der Bauernstube vom Tanzer-Hof wird für das Kräutermenü fleißig vorbereitet
Eine heilende Ringelblumensalbe wird in der Kosmetikstube hergestellt
Kräuter-Getränk und Salat schmecken
Passau im Frühnebel, Blick von Maria Hilf
Herr Petzi gibt Informationen über Passau und den Wallfahrtsort Maria Hilf
Die Gebetsstiege, viele Dank- und Bitttafeln hängen an den Wänden neben den über 200 Gebetsstufen
Der dicke Stamm lässt sich in der Höhe wirklich bewegen
Das Baumei
Blick zum Lusengipfel
Führung im Nationalpark
Die Moderatorinnen führen durch den Bunten Abend
Ratespiel zum Themenabend: Neulich im Bayerischen Wald
Beiträge zum Bunten Abend
Auf der Sissi
Dreiflüssefahrt
Dreiflüssefahrt
Zusammenfluss von Donau, Ilz und Inn
Bei eisiger Kälte auf dem Goldenen Steig in Richtung Haidel
Schnee liegt in Leopoldsreut
Am Haidelturm, viele Mutige wagen den Aufstieg
Ein traumhafter Ausblick bis zu den Alpen
Der Haidelturm
Im Herrgottswinkel wird fleißig gearbeitet
Zubereitung von Kräuterkosmetik
Das verlassene Dorf