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Reden


Der Ministerialbeauftragte in der Oberpfalz
Ludwig Meier


Versetzung in den Ruhestand zum Schuljahresende 2009/10
Herr Realschulrektor i. K. Max Petzi, Gerhardinger-Realschule Cham

Herr Realschulrektor i. K. Max Petzi wurde 1947 in Ahornöd geboren, besuchte in Freyung die Volksschule und später das Gymnasium in Passau. Nach dem Studium der Fächer Chemie und Biologie für das Lehramt an Realschulen in München absolvierte er sein Referendariat zunächst an der Seminarschule Neumarkt/Mädchen und hernach an der Einsatzschule Bad Kötzting.
Herr Max Petzi verbrachte ab September 1976 all seine weiteren Dienstjahre an der Gerhardinger-Realschule in Cham, davon als Realschulkonrektor von September 1982 bis August 1995 und schließlich als Realschulrektor seit September 1995.
In seiner 15-jährigen Zeit als Leiter der Schule brachte Herr Petzi viel auf den Weg, und zwar sowohl im Äußeren wie auch im Inneren. So wurde z. B. der Altbau der Schule saniert und das alte Vermessungsamt umgebaut und in das Schulensemble integriert, das jetzt den Namen „Max Petzi-Haus“ trägt. Die seit eh und je hervorragenden Ergebnisse bei der zentralen Abschlussprüfung, die in der Regel deutlich besser als der Landesschnitt sind, und die Tatsache, dass bei der heuer erstmals durchgeführten Abschlussprüfung in Wahlpflichtfächergruppe I überaus erfreuliche Ergebnisse erzielt wurden, zeugen von einem guten Boden und einem ausgezeichneten Grundstock der Schule, der reiche Frucht wachsen lässt.
Herr Petzi zeichnete sich besonders durch seine Geradlinigkeit in der Menschenführung, seine ansteckende Freude und seinen feinen Humor aus.


Regensburg, Juli 2010

Der Ministerialbeauftragte in der Oberpfalz
Ludwig Meier


Auszug aus der Rede von
Domkapitular Msgr. Johann Neumüller
anlässlich der Verabschiedung von Herrn Max Petzi am 26. Juli 2010:

„So bleibt mir am Ende Ihrer Dienstzeit zu danken, für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, für Ihren Dienst in den vielen Jahren und ich wünsche Ihnen, dass Sie sich gerne an Ihre Zeit hier erinnern. Lassen Sie mich abweichend vom Prosa-Stil noch ein paar Verse hinzufügen:

Es ist bekannt im Chamer Land
Herr Petzi geht in Ruhestand,
um jene Muße zu genießen,
die ihm die Lehrer selten ließen.
Und manchem wird wohl jetzt erst klar,
wie wertvoll seine Arbeit war.

Denn die bestand ja nicht allein
In seinem Unterricht, o nein!
Er betreute ja die Mädchen,
die kamen aus dem Chamer Städtchen.

Er hat sich auch die Zeit genommen,
zu Elternabenden zu kommen.
Und oft saß er im Lehrerzimmer,
das alles macht er künftig nimmer.

Den Nachteil aber, den das schafft,
für uns, ist für ihn vorteilhaft,
weil ihn die Pensionistenzeit
nun von so mancher Qual befreit:
Er muss nicht mehr bei Konferenzen
durch seine Anwesenheit glänzen,
braucht nicht mehr Schulaufsicht zu führen
und unfreiwillig zu riskieren,
dass jemand – ohne bösen Willen –
herunterschießt ihm seine Brillen,
braucht Schülerinnen nicht mehr mahnen
keine Vertretungsstunden planen,
braucht keine Medien mehr besorgen
und nicht mehr sich am frühen Morgen
sich über Kinder aufzuregen,
die da nicht mitzumachen pflegen,
braucht keine Exen mehr zu schreiben,
sich KUMI-Schreiben einverleiben.
Er braucht sich auch nicht mehr zu plagen
mit unsinnigen Zwischenfragen,
und nicht mehr mit dem Stift, dem roten,
geschmierte Arbeiten benoten.

Zwar war er, dass ich´s nicht verhehle,
ein  Lehrer wohl mit Leib und Seele.
Immer war´s für Herrn Petzi klar:
Sorge dich um der Schülerinnen-Schar.
Er fragt: Wie werden die Schülerinnen sein?
Was dringt von außen auf sie ein?
Welche Probleme, welche Fragen
Liegen ihnen im Magen?
Betrachte ich sie psychologisch,
sozio- und auch pädagogisch.
Indem er sie analysiert,
all ihre  Wünsche reflektiert,
und alle Fragen dann abcheckt,
hat sein Zielfeld abgesteckt.

Heut´ können wir nur Vergelt´s Gott sagen
Für alles, was er ertragen
Und alles, was er ausgesät,
und wünschen, dass die Saat aufgeht
indem sie tiefe Wurzeln schlägt
und einmal reichlich Früchte trägt.

Daneben wünschen wir ihm dann,
dass lange er genießen kann
die Zeit in Ruhe und in Frieden,
dass ihm Gesundheit ist beschieden,
dass langt die Pensionistenkasse
für Reisen in der 1. Klasse
zum mächtigen Florenzer Dom,
zum Colosseum auch in Rom.
Und langt das Geld nicht bis dorthin,
tun´s auch die Museen in Berlin.

Doch braucht´s nicht sein nur die Antike,
Zeit soll auch bleiben für Musike.
Gepflegt sein will die Petersilie,
und leiden soll nicht die Familie.
Wir jedenfalls sind uns im klaren,
dass wir nach 34 Jahren
ihn fest im Gedächtnis haben steh´n.
Drum heißt´s heut nur: Auf Wiederseh´n!
Mehr ist nun nicht hinzuzufügen
An diesem Tag und möchte schließen
Indem wir Sie von Herzen grüßen!

Alles Gute und Gottes Segen.